VBPhV-Signet Berlin

Chronik 2001



21. Oktober 2001:
Tag der Briefmarke 2001

Am 21. Oktober 2001 wurde in Berlin nicht nur ein neues Parlament gewählt. Am gleichen Termin feierten auch die Berliner Philatelisten ihren "Tag der Briefmarke" im Rathaus Schöneberg.

In Zusammenarbeit mit jungen Philatelisten aus dem Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren (NRW) präsentierten die Philatelisten den Sammlerfreunden aus Nah und Fern eine interessante Briefmarken-Ausstellung, die sich mit dem Schwerpunktthema "Berlin, die neue deutsche Hauptstadt" befasste und von den jungen Philatelisten aus Ibbenbüren zusammengestellt wurde.
Im Rathaus wurde eine Sonderpostfiliale der Deutschen Post AG eröffnet, die einen Sonderstempel mit dem Bild des Berliner Bürgermeisters und Trägers des Friedensnobelpreises, Willy Brandt auf die Sammlerpost abschlug. Interessante Erinnerungsbelege des Berliner Verbandes rundeten die Veranstaltung ab.

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Tag der Briefmarke 2001: Postkarte (12 KB)
Postkarte
Tag der Briefmarke 2001: Sonderstempel (29 KB)
Sonderstempel

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22. August 2001:
Käthe-Paulus-Gedächtnisfahrt

Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales und Frauen und dem Ballon Club Berlin e.V. organisierte der VBPhV e.V. Ende August 2001 die "Käthe-Paulus-Gedächtnisfahrt".
Mit dem Start von drei Ballonen wurde an die Berliner Ballonfahrt-Pionierin erinnert. Zu diesem Anlass steuerte der Berliner Verband eine Sonderpostkarte und einen Erinnerungsstempel bei, der gleichzeitig an die Einweihung des Ballonstartplatzes des Ballon Clubs Berlin e.V. in Berlin-Buch erinnert.

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Ballonfahrt: Belegausschnitt (40 KB)
Belegausschnitt
Ballonfahrt: Erinnerungsstempel (8 KB)
Erinnerungsstempel


Hier ein Zeitungsbericht zur Käthe-Paulus-Gedächtnisfahrt:

Drei Senatorinnen gingen in die Luft
Von Bertram Pflüger / ND Donnerstag, 23. August 2001
Gestern schwebten drei Senatorinnen in luftigen Höhen. "Runter kommen sie immer" hieß das Motto der Ballonfahrt, zu der sich Gabriele Schöttler (Arbeit, Soziales, Frauen), Adrienne Goehler (Wissenschaft, Forschung, Kultur) und Juliane von Friesen (Wirtschaft) gestern früh in die märkischen Lüfte erhoben. Bei diesigem Sonnenaufgang traf man sich in Buch, musste den Start aber wegen ungünstiger Windverhältnisse nach Werneuchen verlegen. Vom zugigen Ex-Militärflugplatz aus schaukelten sie südwärts in den wolkenverhangenen Morgenhimmel hinein. Die Fahrt dauerte rund eine Viertelstunde und trug die vier Ballone etwa fünf Kilometer weit zu einem Stoppelfeld bei Wegendorf.

Nur einmal nach der Landung schwebten die Senatorinnen kurz in "Gefahr". Die traditionelle Ballonfahrertaufe auf einem abgemähten Acker zwang sie auf die Knie. Das Ritual verlangt, eine Haarsträhne des knieenden Täuflings anzuzünden, mit Sekt zu löschen und mit Erde zu bestreuen. Frisch getauft, schwärmte Ballonfahrerin Juliane von Friesen von der Vorstellung, jeden Tag unbehelligt über den Widrigkeiten des Lebens zu schweben. Für Adrienne Goehler erfüllte sich mit der "fast anachronistischen" Form der Fortbewegung ein langer Traum. Und auch Gabriele Schöttler empfand die luftige Tour in knapp 400 Metern Höhe als "wundervoll".

Frau Schöttler hatte anlässlich des Internationalen Frauentages im März die Plakataktion "Frauen bewegen Berlin" initiiert, welche neben anderen verdienstvollen, historischen Berlinerinnen auch Katharina "Käthchen" Paulus porträtiert, die als Fallschirmspringerin und Ballonpilotin Aufsehen erregte. Daraufhin wurde die Finanzsenatorin vom Verband Berliner Philatelisten-Vereine und dem Ballon Club Berlin zum Ausflug eingeladen. Auch ihre beiden Kolleginnen ließen sich schnell dafür begeistern. Sie engagierte sich für die Aktion, da Frauen nach wie vor Berlin bewegen und das Thema auch heute aktuell sei, erklärte Frau Schöttler vor dem Start. Katharina Paulus sei eine unglaublich mutige und engagierte Frau gewesen, die sich als Vorreiterin in einer Männerdomäne zu behaupten verstand, so Gabriele Schöttler.


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Käthe-Paulus-Gedächtnisfahrt: Foto 1 (38 KB)
Das gesamte Team (rechts Frau Goehler)
beteiligt sich an den Vorbereitungen
Käthe-Paulus-Gedächtnisfahrt: Foto 2 (35 KB)
Frau Senatorin nimmt die ideale Startposition ein
Käthe-Paulus-Gedächtnisfahrt: Foto 3 (22 KB)
Auch Funktionäre (hier der stellv. Vorsitzende)
müssen funktionieren
Käthe-Paulus-Gedächtnisfahrt: Foto 4 (33 KB)
Der dritte Ballon (im Korb links Frau Schöttler,
daneben die Pilotin Heidi Lüderitz)
Käthe-Paulus-Gedächtnisfahrt: Foto 5 (22 KB)
Endlich wieder festen (Acker-)Boden
unter den Füßen!
Käthe-Paulus-Gedächtnisfahrt: Foto 6 (36 KB)
Wie komme ich hier nur wieder raus,
das ist ja sooo hoch?
Käthe-Paulus-Gedächtnisfahrt: Foto 7 (36 KB)
Wann starten wir mal wieder???

Käthe-Paulus-Gedächtnisfahrt: Sonderpostkarte (37 KB) Anlässlich dieser vom "Ballonclub Berlin e.V." und den Firmen "Berlin Ballooning", "Conquistadore-Brillen" und der "Ballonschule Berlin" großzügig unterstützten Gedächtnisfahrt gab der VBPhV e.V. eine Sonderpostkarte heraus, die mit einem Erinnerungscachet und drei verschiedenen Bordstempeln versehen der Sonderstempelstelle in Berlin übergeben wurden.

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7. April 2001:
Verbandstag 2001

Am 7. April 2001 gingen die Berliner Philatelisten auf´s Wasser.
Kein verspäteter Aprilscherz, denn die Vereinsvorsitzenden und Funktionäre im Berliner Landesverband trafen sich anlässlich ihres Verbandstages auf der MS Havelland, um von Tegel über die Kanäle durch die Berliner City zu "schippern". Auf dem Schiff gab es auch eine kleine Postfiliale mit einem speziellen Sonderstempel (dargestellt wird die Zentrale der DB).

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Verbandstag 2001: Sonderganzsache (24 KB)
Sonderganzsache
Verbandstag 2001: Sonderstempel (9 KB)
Sonderstempel
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8. - 11. Februar 2001:
BEPHILA 2001

BEPHILA 2001 - Foto 1 (28 KB) Seinen hundertsten Geburtstag feierte der Berliner Ganzsachen-Sammler-Verein während der Berliner Briefmarkentage International vom 8. bis zum 11. Februar 2001 mit einer Ausstellung: der BEPHILA 2001 im Rang 2.

Die Ausstellungshallen am Funkturm gaben den hervorragend geeigneten und repräsentativen Rahmen für dieses großartige Ereignis, das nach Ansicht des BDPh-Pressesprechers Reiner Wyszomirski in seiner Qualität deutlich über der vergleichbarer Ausstellungen lag und schon fast als "kleine Nationale" bezeichnet werden konnte.

In die Eröffnung integriert war die offizielle Übergabe der am 11. Januar erschienenen Sondermarke zum 200. Geburtstag von Albert Lortzing, und insgesamt 12 verdiente Philatelisten konnten sich darüber freuen, dass ihnen von der zuständigen Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium der Finanzen, Barbara Hendricks, eine der sonst äußerst selten an Philatelisten verliehenen aufwändigen Geschenkmappen zu diesem Anlass überreicht wurden. Frank H. Walter, Vorsitzender des Verbandes Berliner Philatelisten-Vereine, beurteilte das wohl mit Recht als Ausdruck der besonderen Wertschätzung, der sich die Briefmarkensammler bei den politisch Verantwortlichen für die Herausgabe von Postwertzeichen erfreuen.

Den kritischen Augen einer hochkarätigen Jury stellten sich 131 Exponate, von denen in der Klasse "thematische Philatelie" besonders viele von jugendlichen Ausstellern gezeigt wurden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn es konnten unter anderem 35 Gold- und 45 Vermeilmedaillen vergeben werden, die sich fast gleichmäßig auf die sechs Ausstellungsklassen verteilten.

Bei strahlendem Sonnenschein fanden rund 12.000 Besucher (nicht nur aus der Stadt selbst, sondern auch von weit her) den Weg in die Hallen am Funkturm - ein Beweis dafür, dass das Hobby Briefmarkensammeln nach wie vor sehr lebendig ist und nichts von seiner Attraktivität verloren hat.

Das besonders für die Jugend interessante, aber auch von den älteren Besuchern mit Anerkennung wahrgenommene Programm wurde begeistert angenommen:
Die in Berlin ansässige Bundesdruckerei war mit einem wahren Großaufgebot erschienen und beteiligte sich nachdrücklich an Gestaltung und Betrieb der "Jugendmeile", auf der der Nachwuchs an sechs verschiedenen Punkten von dem Unternehmen gestaltete "Briefmarken" erhielt, diese in einen Ausstellungs- und Messepass einklebte und mit besonderen Stempelabschlägen versehen ließ. Im Rahmen der "Jugendmeile" lud der Verband Berliner Philatelisten-Vereine an seinem Meilenpunkt junge Menschen dazu ein, in der BEPHILA 2001 gezeigte Exponate aufzusuchen und zu beschreiben. Mit einer besonderen, vom Verband frankierten Postkarte "BEPHILA, Ich war dabei" konnten sie dann ein besonderes philatelistisches Andenken mitnehmen.

BEPHILA 2001 - Foto 2 (30 KB) Unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses Walter Momper schloss ein Preisgericht den über acht Monate durchgeführten Wettbewerb für die Gestaltung einer Jugendmarke ab und verlieh eine Anzahl von Preisen, die von den Ausgezeichneten mit Freude entgegen genommen wurden.

BEPHILA 2001 - Foto 3 (44 KB) Die Deutsche Post hatte als Hauptsponsor den Originalrennwagen von Heinz-Harald Frentzen in die Halle gebracht, den die Besucher sogar besteigen und sich - computersimuliert - selbst als Formel 1-Pilot versuchen konnten. Ein 24-Tonnen-Kran des Technischen Hilfswerks war auf Vermittlung von Frank H. Walter erschienen, um mit einem am Ausleger befestigten Riesenstempel "Maxi-Briefe" im Format DIN A1 abzustempeln, die von der Berliner S-Bahn-Gesellschaft bereit gestellt worden waren. Diese Aktion brachte sogar noch Geld ein, welches von den Organisatoren dem Technischen Hilfswerk für die Erfüllung seiner Aufgaben zum Nutzen der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wurde.

So viele Attraktionen und Aktionen zogen natürlich auch das Interesse der Medien auf sich. Schon an der Eröffnung nahmen mehrere Reporter und Kamerateams teil, und ein Berliner Fernsehsender berichtete täglich über das sogar in der Bundeshauptstadt zur Zeit der Filmfestspiele nicht alltägliche Ereignis.

Die Vertreter des philatelistischen Handels und der teilnehmenden Postverwaltungen aus rund einem Dutzend Länder zeigten sich mit dem Verlauf der Berliner Briefmarkentage International überaus zufrieden. "Es war Zeit, dass wieder einmal eine große Ausstellung in Verbindung mit einer Fachmesse in der Hauptstadt stattfand", war die übereinstimmende Meinung fast aller.

Durch die Berliner Briefmarkentage International 2001 konnten die Philatelisten erfolgreich an alte Traditionen anknüpfen, und es waren nicht wenige, die verkündeten, dass sie sich bereits auf die nächste "zackige" Veranstaltung freuen.
Klaus Richnow, BDPh

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8. - 11. Februar 2001:
Berliner Briefmarkentage International 2001

Berliner Briefmarkentage International Bereits zum zweiten Mal luden die Messehallen am Funkturm ein, um im Rahmen der "Berliner Briefmarkentage International" 2001 bei Briefmarkenhändlern und philatelistischen Fachverlagen aus Deutschland und dem benachbarten Europa Interessantes für die eigenen Sammlungen zu finden.
In die Veranstaltung, die in den Messehallen 20 und 21 A stattfand, waren ein philatelistischer Wettbewerb "Meine Briefmarken" nur für jugendliche Sammler und eine Briefmarkenausstellung im Rang 2, die "BEPHILA 2001" integriert.
Als Partnerländer der Briefmarkentage wurden Åland, Finnland und Norwegen eingeladen, deren Postverwaltungen in Berlin mit einem Verkaufsstand anwesend waren.
Ferner erfreuten zwei Sonderschauen zu den Themen "Trachten auf Briefmarken" und "150 Jahre Feuerwehr" die Besucher aus Nah und Fern.

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Chronik 2002, Seite 2
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