VBPhV-Signet Berlin

Chronik 2003



14. - 16. November 2003:
Internationale Briefmarkenbörse Berlin 2003

Internationale Briefmarkenbörse Berlin Salon "Deutsche Besonderheiten" / Luftpost im Flughafen

Ein Salon zum Sammelgebiet Berlin stand im Mittelpunkt der Internationalen Briefmarkenbörse Berlin. Die deutlich aufgewertete Veranstaltung in der wirtschaftlichen Trägerschaft der Messe Sindelfingen GmbH setzte am neuen Standort CEC (Congress & Event Center) Tempelhof Flughafen vom 14. bis 16. November 2003 die bewährte Reihe der Salons "Deutsche Besonderheiten" fort, die im Jahr 2002 mit dem Sammelgebiet DDR viel Beachtung gefunden hatte. Eine zusätzliche Sonderschau ist, passend zur Umgebung, der Luftpost gewidmet. Mit dem Wandel der Presse in der DDR und der Zeitungsdruckkunst befasste sich eine weitere Sonderschau, die den Rahmen bot für die Jahrestagung der AIJP, dem internationalen Zusammenschluss der philatelistischen Fachjournalisten.

Neben dem philatelistischen Fachhandel aus dem In- und Ausland waren erstmals auch Messestände von Numismatikern und Ansichtskarten-Händlern in die Veranstaltung integriert. Der Landesverband Berliner Philatelisten-Vereine richtete im Rahmen der Berliner Briefmarkenbörse den Tag der Briefmarke 2003 aus. Diesem Anlass war einer von insgesamt vier Sonderstempeln der Deutschen Post gewidmet. Stempel-Themen sind außerdem der Salon "Berlin", die Luftpost und die Sonderschau "Presse". Das Beratungsangebot der Arbeitsgemeinschaften reichte von der Bahnpost über die Olympia- und Sportphilatelie bis zur Motivgemeinschaft "Papier und Druck".

Für eine größere Version auf die Abbildungen klicken
PLUS-Brief Tag der Briefmarke 2003 (31 KB)
PLUS-Brief
Sonderstempel Tag der Briefmarke 2003 (57 KB)
Sonderstempel

Weitere Informationen über die kommenden Messen sind ständig im Internet unter www.briefmarken-messe.de abrufbar. Hier kann auch ein regelmäßiger Newsletter bestellt werden, der kostenlos über die drei internationalen Briefmarkenbörsen in Berlin, Sindelfingen, Hannover und München informiert. Anmeldungen für Händlerstände nimmt Projektleiter Bernward Schubert, Uferstr. 22, 71642 Ludwigsburg, Tel. 07141/2998824, entgegen. Hier können auch Werbepostkarten und Logo-Aufkleber gegen Rückporto angefordert werden.

nach oben

30. August 2003:
Sternflug des Deutschen Aero Clubs nach Berlin

"Kilo Tango an Tempelhof Turm: Fertig zur Landung!"
Mit diesen letzten Buchstaben der Kennung seiner DH 82 a "Tigermuth" D-EBKT meldete sich Dr. Dressler noch einmal in Tempelhof, bevor er die Genehmigung zur Landung auf dem Flugfeld bekam. Er war einer der 80 Piloten, die mit Kleinflugzeugen aller Art, darunter vielen Oldtimern, dem Aufruf des Deutschen Aero Clubs und dessen Motorsportkommission zum Sternflug nach Berlin am letzten Wochenende im August 2003 gefolgt waren.
Vor 100 Jahren hatte der Motorflug begonnen: in Berlin, der Wiege der Luftfahrt. Was also lag näher für uns Philatelisten, als dieses Jubiläumsereignis mit einer besonderen Post zu dokumentieren.

Aus Gelhausen in Hessen kommend traf sich Pilot Dressler mit vielen anderen in Schönhagen und startete am 30. August 2003 am Vormittag mit ihnen zum Flug nach Berlin. Johannisthal wurde überflogen: der älteste Flugplatz Berlins ist heute noch inmitten des modernen Wissenschaftszentrums zu erkennen. Dann der Flug in Gruppen über Berlin, bis schließlich nach der Landung in Tempelhof die 80 Maschinen nebeneinander abgestellt ein eindrucksvolles und wohl so nie gesehenes Bild abgaben. Am Abend feierte man gemeinsam und am Sonntag setzten sie alle noch einmal in Berlin-Schönefeld auf, bevor der Rückflug in alle Teile der Bundesrepublik und des europäischen Auslands anzutreten war.

Die Post war ausgeladen und dem Philatelistenverband übergeben worden. Der Nachdruck einer alten Vignette vom 10. Geburtstag des Motorfluges am 30. August 1913 zierte die Karten, der Sonderstempel der Internationalen Funkausstellung vom 30. August 2003 dokumentiert nun das Ereignis. Vielleicht war es eines der letzten spektakulären Ereignisse auf dem 80-jährigen Flugplatz Berlin-Tempelhof, der wohl im kommenden Jahr geschlossen werden soll?
FHW (Berlin)

Für eine größere Version auf die Abbildung klicken
Sternflug 2003 - Nebenstempel (20 KB)
Nebenstempel
Sternflug 2003 - Sonderpostkarte (31 KB)
Sonderpostkarte
nach oben

18. Juni 2003:
100 Jahre ADAC

Eine besondere Aktion führte der Berliner Verband in Zusammenarbeit mit dem gerade 100 Jahre alt gewordenen ADAC durch. Auf dem Postwertzeichen wird neben einem der überall bekannten gelben ADAC-Fahrzeuge der Rettungshubschrauber "Christoph 31" dargestellt, der im Bereich des Universitäts-Klinikums Benjamin Franklin (UKBF) in Berlin-Steglitz stationiert ist. Dies brachte den Berliner Vorstand auf die Idee, besondere Ersttagsumschläge aufzulegen, die im Rahmen eines realen Rettungseinsatzes von einer Mannschaft des Rettungshubschraubers befördert werden sollten.

Gesagt - getan. Nach intensiven Gesprächen mit dem ADAC erhielten wir vom Präsidenten, Herrn Peter Meyer, die Genehmigung zur Durchführung dieser Aktion. Am 18. Juni war es soweit: nach einem kurzen Fototermin wurde das Team um den Piloten Marian Lindner am späten Nachmittag zum Rettungseinsatz Nr. 1105 / 2003 nach Berlin-Köpenick abberufen.
Nach einer längeren Wartezeit konnten die Vorstandsmitglieder Frank H. Walter und Hans-Werner Salzmann die heiß ersehnten Ersttagsbriefe wieder in Empfang nehmen. Der Bitte um Signierung einiger dieser Umschläge kamen neben dem Piloten auch der diensthabende Notarzt, Dr. Justus Hilpert und der Rettungsassistent Udo Schulz nach.

100 Jahre ADAC - Ersttagsbrief (24 KB) Unsignierte Ersttagsbriefe können zum Preis von 3,00 € (incl. einer Spende von 1,00 € für die "ADAC-Luftrettung"), signierte Umschläge zum Preis von 5,00 € (incl. einer Spende von 3,00 €) über die Rubrik Belegwesen bestellt werden.

Bis August 2003 konnte der gemeinnützigen ADAC-Luftrettung ein erster Spendenbetrag von 385,00 € überwiesen werden.

Für eine größere Version auf die Abbildung klicken
100 Jahre ADAC - Foto 1 (46 KB)
Frank H. Walter überbringt die Belege
stilecht in einem blauen Luftpostsack
zum Hubschrauber
100 Jahre ADAC - Foto 2 (31 KB)
Gruppenbild mit Hubschrauber:
rechts der Pilot Marian Lindner,
links der Rettungsassistent Udo Schulz

100 Jahre ADAC - Foto 3 (65 KB)
"Wird der Luftpostsack auch gut gesichert?"
100 Jahre ADAC - Foto 4 (51 KB)
Ankunft des Hubschraubers,
von Frank H. Walter schon heiß erwartet.

100 Jahre ADAC - Foto 5 (56 KB)
"Jetzt will ich meinen blauen Sack zurück haben"
100 Jahre ADAC - Foto 6 (59 KB)
Fotogene Übergabe der geflogenen Belege

100 Jahre ADAC - Foto 7 (57 KB)
"Nun schreibt mal schön"
100 Jahre ADAC - Foto 8 (56 KB)
Das Team von "Christoph 31" in seinem Bereitschaftsraum

100 Jahre ADAC - Foto 9 (44 KB)
Auch dem Notarzt Dr. Hilpert gefiel die "Signierstunde"
nach oben

17. Juni 2003:
VBPhV und Post vereint am 17. Juni 2003

17. Juni 2003 - Foto 1 (45 KB) Im Bereich des Denkmals zum Volksaufstand am 17. Juni 1953, an einer lebhaften Kreuzung vor dem Bundesministerium der Finanzen gelegen, konnten die interessierten Besucher und Fußgänger an diesem denkwürdigen Tag Geschichte pur erleben und sich diese anhand eines besonderen Stempels auch dokumentieren lassen.
Der Vorstand des Berliner Mitgliedsverbandes hatte zusammen mit dem "Erlebnisteam: Briefmarke Berlin" einen Informationsstand eingerichtet, an dem es neben Informationen der "Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur" auch berlinbezogene Blankobelege und natürlich Postwertzeichen und Sonderganzsachen zum 50-jährigen Jubiläum des 17. Juni 1953 zu kaufen gab.
Prominenteste Gäste am Stand des VBPhV und der Deutschen Post AG waren der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Pastor Rainer Eppelmann sowie ein Zeitzeuge (im obigen Bild rechts im blauen Hemd), der sich auf einem der inzwischen angebrachten Großpostern (im Bild-Hintergrund) wiedererkannte.

Für eine größere Version auf die Abbildung klicken
17. Juni 2003 - Foto 2 (66 KB)
Zahlreiche Besuchergruppen umlagerten
den Info-Stand des VBPhV
17. Juni 2003 - Foto 3 (59 KB)
Pastor Rainer Eppelmann beim Signieren
einiger Erinnerungsbelege

17. Juni 2003: Sonderstempel (59 KB)
Sonderstempel
nach oben

29. März 2003:
75 Jahre Vereinsmitglied

Seit 75 Jahren hält Günther Bauer seinem Briefmarken-Sammler-Verein Köpenick 1907 e.V. die Treue. Der heute 86-jährige Philatelist war mit 11 Jahren der Jugendgruppe des BSV beigetreten und auch heute versäumt er trotz eines langen Fahrweges aus dem Umland nur selten eine Veranstaltung "seines" Vereins, dessen Ehrenmitglied er inzwischen ist.

Zum Verbandstag des Verbandes Berliner Philatelisten-Vereine e.V. am 29. März 2003 hatte Dr. Jürgen Daube, der Vorsitzende des BSV Köpenick die erste Mitgliedskarte von Günther Bauer mitgebracht und auch das erste "Diplom der bronzenen Klasse" eines Jugendwettbewerbes 1928, mit der die ausgestellten Ganzsachen des Jugendlichen bewertet worden waren. Beide Dokumente gehören inzwischen zum Vereinsarchiv.

Bauer kann auf Ausstellungserfolge mit Jugendsammlungen auf legendären Ausstellungen wie der IPOSTA 1930 und der Beposta 1935 mit seinem Exponat Österreich und Polen hinweisen. Sein besonderes Interesse nach 1945 bis heute gilt dem Sammelgebiet Bezirkshandstempel. Mit seiner jahrzehntelangen Mitarbeit als Schatzmeister im Zentralen Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Bezirkshandstempel im Kulturbund und seinen zahlreichen Veröffentlichungen im Mitteilungsblatt der AG ist er Philatelisten weit über Köpenick hinaus bekannt.

Günther Bauer hatte es sich trotz eines Familienfestes nicht nehmen lassen, am Verbandstag teilzunehmen und so konnten Reiner Wyszomirski für den BDPh-Bundesvorstand und Frank Walter, Vorsitzender des Berliner Verbandes die seltene 75-jährige Zugehörigkeit des Jubilars zur organisierten Philatelie mit einer eigens für ihn geschaffenen Urkunde und einem wertvollen Buchpräsent unter dem Beifall der Berliner Delegierten würdigen.

Für eine größere Version auf die Abbildung klicken
Verbandstag 2003: Mitgliedskarte von 1928 (21 KB)
Mitgliedskarte von 1928
nach oben

29. März 2003:
Verbandstag 2003

Neuentdeckung im Museum für Kommunikation Berlin:
Chruschtschow und Ulbricht auf DDR-Marke vernichtet

Zu Beginn des Verbandstages des Verbandes Berliner Philatelisten-Vereine e.V. am 29. März 2003 im Museum für Kommunikation Berlin wartete Dr. Veit Didczuneit vom Museum im Rahmen seines Grußwortes mit einer kleinen Sensation auf:
In der Bogensammlung für Doubletten hatten Mitarbeiter den kompletten Bogen einer bisher unbekannten 20-Pfennig-Marke mit den Portraits von Chruschtschow und Ulbricht gefunden, die er nun erstmals den Berliner Delegierten präsentieren konnte.

Neben den Marken zum 70. Geburtstag Chruschtschows im April 1964 zu 25 Pfennig "Chruschtschow in der DDR unter Neuerern" (Mi.1020) und zu 40 Pfennig "Chruschtschow mit Valentina Tereschkowa und Juri Gagarin" (Mi.1021) war geplant, einen weiteren Wert zu 20 Pfennig herauszugeben, der die damaligen Staats- und Parteichefs der DDR und der UdSSR gemeinsam zeigen sollte.

Im Bundesarchiv hatten die Berliner Journalisten Alfred Peter und Peter Fischer bereits vor einem Jahrzehnt eine Spur gefunden und 1994 in der bekannten DBZ/Sammler-Express-Serie "Was nicht im Katalog steht" berichtet, dass diese dritte Marke vermutlich "aus ästhetischen Gründen" nicht erscheinen durfte. Sie hatten aber einen Entwurf entdeckt, der über den Köpfen von Chruschtschow und Ulbricht das bekannte Medaillon mit den Köpfen von Marx, Engels und Lenin zeigt sowie den Freigabevermerk des damaligen Postministers vom 15.2. auf dem Rand des Entwurfs.
Auf einem zweiten Entwurf, den sie gefunden hatten, waren neben einem Blumengebinde im Vordergrund u.a. Delegierte des SED-Parteitags 1963 im Hintergrund zu sehen und der handschriftliche Vermerk: "Hintergrund wegretuschieren, nur Ch. u. W.U. lassen". Die Autoren hatten herausgefunden, dass die gesamte Auflage der Marke mit 4,42 Millionen Stück vernichtet worden war.

Die Überraschung war nun perfekt, als der eben gefundene Markenbogen nun nicht den vom Minister freigegebenen Entwurf zeigt, sondern das retuschierte Farbfoto mit Chruschtschow und Ulbricht. Die Gründe sind aus den Akten des Bundesarchivs nicht zu entnehmen.

Dr. Didczuneit kündigte an, dass ab 3. Juli 2003 in der derzeit vorbereiteten Ausstellung "Kennedy lässt grüßen" im Museum für Kommunikation Berlin Entwürfe deutscher Briefmarken sowie Marken, Blockausgaben und FDC's aus über 60 Nationen gezeigt werden sollen, die den 35. Präsidenten der USA, John F. Kennedy würdigen. Die Ausstellung werde damit u.a. an den legendären Berlin-Besuch Kennedy's vor 40 Jahren erinnern. Der bisher unentdeckt schlummernde Marken-Bogen und die Entwürfe mit dem politischen Gegenspieler Kennedy's, Nikita Chruschtschow sollen dort erstmals öffentlich gezeigt werden. Dr. Didczuneit: "Sie sind die philatelistischen Highlights der Ausstellung!"

Für eine größere Version auf die Abbildung klicken
Verbandstag 2003: Markenbogen Chruschtschow / Ulbricht (73 KB)
Markenbogen Chruschtschow / Ulbricht
nach oben

Chronik - Übersicht
Chronik - Übersicht
Chronik 2004
Chronik 2004
Chronik 2002
Chronik 2002


Homepage