VBPhV-Signet Berlin

Chronik 2004



Dezember 2004
"Berlin" hilft - Weihnachtspost aus Djibouti

Karte
Dieser Weihnachtsgruß aus Djibouti kam (über Kurier nach Wilhelmshaven) von der BERLIN, einem Einsatzgruppen-Versorgungsschiff der Bundesmarine, das am "Horn von Afrika" im Rahmen der Operation "Enduring Freedom" Dienst tat. Inzwischen befindet sich die BERLIN in Südostasien, um im Auftrag der Bundesregierung mit Ärzten und Sanitätssoldaten den Flutopfern zu helfen. Die BERLIN ist mit 45 Krankenbetten und 2 OP-Sälen sowie Wasseraufbereitungsanlagen ausgestattet.

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12.12.2004

Deutsche Bahn fuhr BestZeit

Hamburg-Berlin in 1 ½ Stunden Als der Regierende Bürgermeister Wowereit mit der Zielflagge die Ankunftszeit auf dem Bahnhof Zoo in Berlin stoppte, hatte die Deutsche Bahn ihre eigene Prognose überholt: Der ICE hatte bei der Eröffnungsfahrt der Ausbaustrecke mit Spitzengeschwindigkeit von 230 km/h nur eine Stunde und 28 Minuten benötigt, um die beiden größten Städte Deutschlands zu verbinden, "sie einander zu Vororten zu machen." "Das ist eine echte Alternative zum Auto", so Bundesverkehrsminister Stolpe. Der Vorsitzende des Vorstands der Bahn, Hartmut Mehdorn, hatte zur Rekordfahrt am 12. Dezember 2004 die Vorsitzenden der von der Strecke berührten vier BDPh-Mitgliedsverbände als Zeitzeugen eingeladen, an der Eröffnung der neuen Schnellverbindung teilzunehmen, "mit der die Auswirkungen der Teilung Deutschlands bei der Bahn nun endgültig überwunden sind". Während der Zug mit der Geschwindigkeit von 189 km/h fuhr (was es nirgendwo in Europa sonst im Regelverkehr gibt), konnten die Postler vom E:B-Team Hamburg ihr Erinnerungsblatt mit den beiden Sonderstempeln ("BestZeit") aus Hamburg und Berlin zur Eröffnung der Ausbaustrecke vollständig an die Fahrgäste bringen. Und die Philatelisten erhielten den Nebenstempel "Beförderung mit Sonderzug ICE 91070" auf ihre Belege, bevor sie im alten Postbahnhof in Berlin mit hunderten Gästen feiern konnten. FHW

Philatelisten waren dabei

Die vier Landesvorsitzenden (von links): Dr. Schult (LV Brandenburg); Prof. Dr. Martienß (MV Norddeutschland),
Theile (LV Meck-Pomm), Walter (MV Berlin)
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31.10.2004

Tag der Briefmarke 2004

Der diesjährige Tag der Briefmarke Berlin 2004 als Feiertag der Berliner Philatelisten fand am Sonntag, 31.10.2004 im Restaurant des Flughafens Berlin-Tempelhof statt.
Im Auftrag des Ministers der Finanzen, Hans Eichel, stellte Herr Ministerialdirektor Karl Kühn das neue Sonderpostwertzeichen "Winterstimmung" aus der Serie "Post&quor; vor und zeichnete einige Persönlichkeiten mit Ministeralben der Erstdrucke aus. Alle weiteren Teilnehmer der Veranstaltung im vollbesetzten Restaurant erhielten jeweils eine der begehrten weißen Klappkarten des Ministers.

Winterstimmung
Der Brief ist trotz der Zunahme moderner Kommunikationsformen immer noch die persönlichste Art, jemanden eine Botschaft zukommen zu lassen. Die Sonderpostwertzeichenserie &quor;Post&quor; will die Vorzüge des Mediums Brief in das Bewusstsein des modernen Menschen rücken und den besonderen Charakter des Briefes als individuelle Botschaft darstellen. Die aktuelle Marke zur Serie zeigt eine schneebedeckte Winterlandschaft.
(Text der Ministerkarte)

Marke und Sonderstempel

Auf Grund der Themenwahl der Mitgliedsverbände des Bundes Deutscher Philatelisten e.V. "Postbeförderung im 20. Jahrhundert" stellte der Verband Berliner Philatelisten-Vereine das Thema "Feldpost in Deutschland im 20. Jahrhundert" in den Mittelpunkt der Feierstunde. Gerade in Berlin hatte eine nahezu unüberschaubare Vielfalt von Anlässen und Belegen zur Feldpost das postalische Geschehen des gesamten 20. Jahrhunderts mitbestimmt, insbesondere mit der deutschen Feldpost der beiden Weltkriege und der Feldpost der Alliierten Siegermächte über fast 50 Jahre in Berlin. Daneben gab es Feldpost der NVA der DDR und seit Ende des 20. Jahrhunderts nun die Feldpost der Bundeswehr. All dies hat das postalische Geschehen des 20. Jahrhunderts mitgeprägt. Die Thematik birgt trotz breiter Forschung bis heute eine Vielfalt von zum Teil noch nicht ausreichend belichteten philatelistischen Bereichen.
Dies gilt sogar für die heutige Feldpost der Bundeswehr, für die den Philatelisten keine regulären Zugangsmöglichkeiten offen stehen. Umso spektakulärer war der Festvortrag von Herrn Oberst Jeschonnek vom Bundesministerium der Verteidigung aus Bonn. Als Referatsleiter für die Feldpostversorgung der deutschen Soldaten im Auslandseinsatz brachte er in einer äußerst anschaulichen Präsentation die Geschichte der Feldpost von den Anfängen bis zur heutigen Zeit dem interessierten Publikum nahe. Ein Stück Geschichte, die in dieser Form bisher auf Philatelieveranstaltungen noch nie geboten wurde.

Sonderstempel


Die Veranstaltung wurde von einer thematischen Briefmarkenschau begleitet. Die Deutsche Post war mit einer Sonderpostfiliale vertreten und führte einen Sonderstempel zur "Feldpost". Der Berliner Verband bot dazu einen besonderen Umschlag an.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde erneut die Ehrenmedaille des VBPhV vergeben: Erstmals an eine Vereinsvorsitzende, Frau Hildegard Langwost (Hannover), für ihre langjährige Vorstandsarbeit im 1. Frauen-Philatelisten-Club Deutschlands von 1977 und ihre jahrzehntelange Mitarbeit im Berliner Verband. Sie ist erst die zweite Frau, die diese Ehrenmedaille bekommen hat, nachdem im vergangenen Jahr die aktive Förderin der Philatelie, Frau Hübener vom Bundesfinanzministerium, vom Verband damit geehrt worden war.
Die Veranstaltung schloss mit einem Empfang bei ausgezeichneter gastronomischer Betreuung. Das Restaurant hatte sich bereits an den Schließungsbeschluss des Abgeordnetenhauses von Berlin gehalten: Obwohl der Flugbetrieb per Gerichtsbeschluss nicht per 31.10.2004 eingestellt werden muss, waren die Philatelisten die allerletzten Gäste in diesem Lokal.
Der Tag der Briefmarke Berlin 2004 wird sicher vielen Philatelisten, die an der Feierstunde teilnahmen, in guter Erinnerung bleiben. Dem Verband Berliner Philatelisten-Vereine gebührt ein großer Dank für diese gelungene Veranstaltung.
Amadeus Schubert, Britzer Briefmarkenfreunde
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19. - 23. Mai 2004:
7. Deutsch-Amerikanischer Salon

Germany Philatelic Society Zahlreiche Mitglieder der "Germany Philatelic Society", einem überregionalen Verein der Deutschland-Sammler in den Vereinigten Staaten von Amerika, weilten anlässlich des 7. Deutsch-Amerikanischen Salons auf Einladung des Vorstandes des BDPh in der deutschen Hauptstadt. Der VBPhV war beauftragt worden, dieses Treffen im Mai 2004 durchzuführen, worauf sich der Vorstand sehr freute.
Mit dem Bundesvorstand wurden intensive Gespräche geführt, um unseren amerikanischen Sammlerfreunden angenehme und interessante Tage in der deutschen Hauptstadt bieten zu können. Ausflüge führen in den Spreewald und ins benachbarte Potsdam, wo natürlich ein Besuch des Cäcilienhofes (Abschluss des Potsdamer Abkommens) stattfand. Eine feierliche Briefmarkenübergabe und der gemeinsame Besuch des 7. Deutsch-Amerikanischen Salons rundeten das Programm ab.
GPS 2004: Briefmarkenübergabe  (35 KB) Dieser Salon, der seit Jahren in Kooperation zwischen dem BDPh und der GPS turnusmäßig in den USA und in Deutschland durchgeführt wird, fand im Flughafen Berlin-Tempelhof statt. Er vereinte eine Fülle sehenswerter Exponate.
Zur Eröffnung am 19.05.2004 gab es eine zusätzliche Sonderpostfiliale und einen Händlerstand. Außerdem bestand am Sonnabend die Möglichkeit, Post für den Sonderstempel zur Wahl des Bundespräsidenten in einem speziellen Briefkasten zu hinterlegen.


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PLUS-Brief GPS-Salon 2004 (23 KB)
PLUS-Brief
Blanko-Brief / Postkarte GPS-Salon 2004 (23 KB)
Blanko-Brief / Postkarte

GPS-Salon 2004 - Sonderstempel 1 (47 KB)
Sonderstempel 1
GPS-Salon 2004 - Sonderstempel 2 (14 KB)
Sonderstempel 2

GPS-Salon 2004 - Sonderstempel Wahl (15 KB)
Sonderstempel zur Wahl
des Bundespräsidenten
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4. Februar 2004:
Übergabe der Sportmarken 2004

"VETO - Herr Beckenbauer!"
BDPh-Präsident Dieter Hartig hielt es nicht mehr auf dem Sitz: Als Franz Beckenbauer, Präsident des Organisationskomitees der FIFA für die Fußball-WM 2006 die Frage an den Bundesfinanzminister Hans Eichel richtete, ob es denn bei 5 Sportzuschlagsmarken jährlich bleiben müsse ("...und ob nicht sechs...?"), wusste sich Hartig mit seinem Zwischenruf bei der Übergabe der diesjährigen Sportmarken an Bundeskanzler Schröder und andere wichtige Persönlichkeiten aus Sport und Politik am 4. Februar im Bundeskanzleramt einig mit dem Herausgeber der deutschen Postwertzeichen, Bundesfinanzminister Hans Eichel.

Eichel hatte nämlich bereits vorher deutlich gemacht, dass rund 20% der Einnahmen der Stiftung Deutsche Sporthilfe aus den Zuschlägen der deutschen Sonderpostwertzeichen für den Sport kommen. Er hoffe auf einen dynamischen Absatz der Marken, weit über den Kreis der Philatelisten hinaus. Wörtlich betonte er: "Es dürfen auch andere als die, die professionell Marken sammeln, die Zuschlagsmarken kaufen!" Der Vorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Hans-Ludwig Grüschow nahm in seinem Dank ("Einer der wichtigsten Sportförderer sind Sie, Herr Eichel!") den Faden auf und versprach, mit der Deutschen Post über Marketing-Aktivitäten sprechen zu wollen, "damit nicht nur die Philatelisten die Marken kaufen". Deutliche Worte, wie wir sie erst in der jüngeren Vergangenheit nun endlich öfter gehört haben!

Ob nun vielleicht doch mal die Sportvereine und -verbände aufwachen und auf die Märkte und in die Stadien gehen und für den Absatz der Marken mit den für den Sport so wichtigen Zuschläge bei dem "normalen" Publikum sorgen, damit es in Zukunft nicht dabei bleibt, dass immer wieder weit über 90% der Käufer die Briefmarkensammler sind? Das Beispiel der Wohlfahrtsverbände zeigt doch, dass z.B. auf Weihnachtsmärkten und in Kirchengemeinden erfolgreich auch andere Käufer und damit Sponsoren gewonnen werden können!

Im Rahmen der Vorstellung der zweiten 10-Euro-Münze von geplanten vier Prägungen zur Fußball-WM 2006 lüftete Eichel ein bisher wohlgehütetes Geheimnis. Zeitnah zur Eröffnung soll eine WM-Goldmünze herausgegeben werden. Herr Beckenbauer, hier können Sie ja für Umsatz werben, neben Münzsammlern werden die Fußballfans und Besucher der WM sicher bereit sein, sich all dieser Sonderprägungen anzunehmen, deren Münzgewinn ohnehin für die WM-Förderung gedacht ist. Vielleicht tun auch die Millionäre unter den Berufs-Fußballern künftig etwas mehr für die Sportförderung. Dann braucht man nicht mehr nur auf die Philatelisten als Zwangssponsoren zu schielen!
FHW (Berlin)

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Sportmarken 2004 - Foto 1 (64 KB)
Bundeskanzler Schröder begrüßt seine Gäste
Sportmarken 2004 - Foto 2 (32 KB)
"Kaiser" Franz Beckenbauer und sein Bittgesuch

Sportmarken 2004 - Foto 3 (58 KB)
Stolz präsentiert der Bundeskanzler
seine "Rote Mappe"
Sportmarken 2004 - Foto 4 (50 KB)
BDPh-Präsident Dieter Hartig
im Gespräch mit dem "Kaiser"

Sportmarken 2004 - Foto 5 (70 KB)
BDPh-Präsident Hartig und der
Berliner Vorsitzende, Frank H. Walter
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