VBPhV-Signet Berlin

Chronik 2009


60 Jahre Berliner Luftbrücke 1948/1949

Eine Planstelle beim Team Erlebnis:Briefmarke hat er nicht angestrebt, war aber doch zufrieden mit seiner Leistung als "Freier Mitarbeiter der Post" auf dem Flughafen Tempelhof: Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hatte schnell gelernt, die Briefe zu stempeln, die vom 60. Jahrestag der Beendigung der Blockade kündeten. Zehntausende waren erwartet worden, aber über 150.000 Berliner hatten am 12. Mai den ehemaligen Flughafen beim Tag der Offenen Tür gestürmt, um 60 Veteranen, Piloten aus der Luftbrücke zu feiern.

Vom 24. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949 war die Halbstadt eingeschlossen gewesen und eine noch bis zum Oktober 1949 andauernde Luftbrücke der Alliierten hatte die Menschen in der Stadt vor Hungersnot und Kälte bewahrt. Ein Sonderstempel mit einem der Rosinenbomber, die damals in über 277.000 Flügen fast im Minutenabstand in Berlin landeten, zeigt, wem die Berliner ihre Freiheit zu verdanken hatten.

Begegnung nach 60 Jahren:
Gail Halverson (USA) im Gespräch mit einem britischen Veteran der Luftbrücke
Postler ehrenhalber:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit

Die Postler und die Philatelisten, die die Initiative zum Sonderstempel und einer Luftbrücken-Sonderschau ergriffen hatten,schafften sogar noch den zeitgleich im Rathaus Schöneberg geführten Sonderstempel "Berlin wieder frei" (siehe Beitrag über die Ausstellung) heran. Sie konnten am späten Abend erschöpft feststellen, dass sie nahezu alle Briefmarken und vorbereiteten Erinnerungsbelege 'an den Mann' gebracht hatten. Und die Besucher hatten genug zu tun, um von einem der Veteranen, vor allem von ihrem heute 89jährigen Liebling unter den damaligen Piloten, dem "Candy-Bomber" Gail Halverson (USA) ein Autogramm oder ein Foto zu erhaschen. (Kontakt: Heinz Reibholz, Wasserstr. 8, 16767 Leegebruch)

Sonderstempel Berlin-Blockade
Sonderstempel mit Rosinenbomber

Text und Fotos: Frank Walter (Berlin)

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Ausstellung "Vor 60 Jahren Ende der Berlin-Blockade"

Mit der erfolgten Blockierung der Zufahrtswege aus der Bundesrepublik nach West-Berlin durch die Sowjetunion bestand auf dem Luftwege die einzige Möglichkeit der Versorgung der 2-Millionen-Stadt. Durch eine beispiellose Aktion der West-Alliierten war seit dem Juni 1948 eine "Luftbrücke" entstanden, über die mit allen verfügbaren Mitteln Lebensmittel, Kohle, Medikamente und andere unersetzbare Versorgungsgüter und natürlich Luftpost in die Stadt geflogen wurden. Erst im Mai 1949 konnte zwischen der Sowjetunion und den USA eine Vereinbarung über die Öffnung der Landwege getroffen werden, die dann am 12. Mai erfolgte.

Am 30.April 2009 werden die Berliner Philatelisten werden gemeinsam mit der Gistav-Heinemann-Oberschule im legendären Rathaus Schöneberg, dem damaligen Sitz der Stadtverwaltung von Berlin (West) eine Ausstellung zum 60. Jahrestag der Beendigung der Blockade eröffnen, die mit philatelistischen und anderen dokumentarischen Mitteln an die Zeit der Luftbrücke, der Währungsreform und den Postkrieg zwischen Ost und West erinnern wird. Am 12. Mai 2009 wird dort eine Sonderpostfiliale einen Sonderstempel führen, der an den Tag der Beendigung der Berlin-Blockade vor genau 60 Jahren erinnert. Der Stempel zitiert eine historische Vignette, die von Philatelisten bereits am Tag der Öffnung der Grenzsperren verwendet worden war.

Blockade-Beleg Sonderstempel

Der Verband Berliner Philatelisten-Vereine bietet passende Belege (Plus-Briefe und Plus-Karten) an; für die auch eine Beförderung über Berlin mit einem der historischen "Rosinenbomber" vorgesehen ist. Gegen eine Spende von 50 Cent pro Beleg kann selbst adressierte Post mitgegeben werden. Der Spendenbetrag geht ohne Abzug an die Stiftung Luftbrückendank, der die Berliner Philatelisten vor einiger Zeit bereits eine Spende von 1.600 € übergeben konnten, die in einer ähnlichen Aktion zusammen gekommen war.

FHW

Auskünfte und Bestellungen: Heinz Reibholz; Wasserstr. 8; 16767 Leegebruch (leephila@web.de)

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Berlin hat einen neuen Vorstand: den alten

Auf dem diesjährigen Verbandstag des Verbandes Berliner Philatelisten-Vereine am 7. März 2009 haben die Delegierten den bisherigen Vorstand in großer Einmütigkeit wiedergewählt. Mit seinem Vorsitzenden Frank H. Walter, dem Stellvertreter Peter Süss, dem Schatzmeister Jürgen Waldow, dem Geschäftsführer Frank Hindenburg und dem stellvertretenden Schriftführer Heinz Reibholz wurde eine erfahrene und kreative Mannschaft erneut ins Rennen geschickt.

Unter großem Beifall überreichte Frank Walter dem seit Jahrzehnten in Vorstandsämtern (schon im Philatelistenverband der DDR und seit 1990 im Berliner Landesvorstand) bewährten Philatelisten Heinz Reibholz als Dank für seine unermüdliche Tätigkeit einen Gutschein für einen Rundflug über Berlin mit dem historischen Rosinenbomber aus der Zeit der Luftbrücke. Er wird ihn gemeinsam mit seiner Ehefrau absolvieren, auf deren Unterstützung er immer zählen kann und dabei am 60. Jahrestag der Beendigung der Berlin-Blockade 1948/49 Philatelistenpost mit an Bord der DC-3 nehmen. Bevor er diese Belege dann auf den Postweg mit dem Sonderstempel vom 12. Mai 2009 gibt, wird er sie mit dem Flugbestätigungsstempel dieses Sonderfluges des Air Service Berlin kennzeichnen!

Nähere Auskünfte: Heinz Reibholz, Wasserstr. 8; 16767 Leegebruch

Der neue Vorstand (von li):
Reibholz, Hindenburg, Waldow, Süss und Walter
Unter den Ehrengästen: Helma Janssen (Bundesvorstand des BDPh)
und Oswald Janssen (Vorsitzender des Nordwestdeutschen Philatelistenverbandes)
Peter Süss empfängt Urkunde und Vermeil-Ehrennadel
für Besondere Verdienste von Helma Janssen (BDPh).
Heinz Reibholz (l.)und Frank Walter
bei der Übergabe des Flugscheines (vorn: Peter Süss)
Abbildung des Flugbestätigungsstempels
Fotos: Amadeus Schubert

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Weltkulturerbe aus Deutschland auf UNO-Briefmarken

Am 7. Mai 2009 bringt die Postverwaltung der Vereinten Nationen (UNPA) eine Serie von sechs Gedenkbriefmarken und drei Briefmarkenheftchen zum Thema "Welterbe - Deutschland" heraus.

Es ist dies die vierzehnte Briefmarkenausgabe der Vereinten Nationen mit der Darstellung von Welterbestätten und die zwölfte in einer Serie von Briefmarken und Briefmarkenheftchen, die entweder einer einzelnen Welterbestätte oder einer Gruppe von Welterbestätten in einer bestimmten geographischen Region gewidmet sind.

Die Motive:

Die drei Briefmarkenheftchen zum Thema "Welterbe - Deutschland" enthalten farbige Fotos und Illustrationen sowie nähere Informationen über die sechs auf den Briefmarken dargestellten Welterbestätten.

Die Heftchen mit den Maßen 172 mm x 92 mm bestehen aus 16 Seiten Text und 6 Seiten mit je vier Briefmarken, also insgesamt 24 Briefmarken. Jedes Heftchen enthält zwei verschiedene Nennwerte, wie folgt:

Abbildungen finden Sie in dieser PDF-Datei

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