VBPhV-Signet Berlin

Chronik 2011



Von der guten, alten Reichspost bis hin zu Opernhäusern

BEROLINA 2011 glänzt mit ausgefallenen Exponaten

Berolina 2011In Verbindung mit der Internationalen Briefmarken-Messe in Berlin warten auch die Philatelisten mit einer gelungenen Präsentation auf. Die BEROLINA 2011, Wettbewerbsausstellung im Rang 3, zeigt am 8. und 9. Oktober 2011 auf dem Messegelände Berlin, Halle 9, eine Reihe hoch interessanter Exponate, die sich dem Urteil der Juroren stellen.

Die 75. Wiederkehr des "Tages der Briefmarke" und die Einrichtung eines Postkurses von Berlin-Cöpenick nach Frankfurt/Oder vor 300 Jahren waren wichtige Gründe zur Ausrichtung dieser Ausstellung durch den Sammler-Service-Club Berlin e. V.  Die BEROLINA 2011 soll sich als besonderer Anziehungspunkt in den Rahmen der Internationalen Briefmarkenmesse Berlin einfügen. Der ausrichtende Verein und der Verband Berliner Philatelisten-Vereine e. V. danken Frau Gabriele Schöttler, Bürgermeisterin des Berliner Verwaltungsbezirkes Treptow-Köpenick, für die Übernahme der Schirmherrschaft für die BEROLINA 2011.

Es sind insgesamt über 40 Exponate angemeldet worden, die jedoch nicht alle angenommen werden konnten. Dabei fällt auf, dass allein über 10 Literatur-Objekte zu sehen sein werden. Hier reicht das Spektrum vom "Handbuch der Sudeten-Philatelie“"bis hin zu den Unterlagen für einen Fernlehrgang "Aufbaukurs Ganzsachen".

Im traditionellen Bereich beschäftigen sich die Aussteller nicht nur mit den Reichspostausgaben von 1889, sondern auch mit den Markenheftchen der Deutschen Bundespost. Die Postgeschichtler zeigen u. a. mehrere Exponate zum Postwesen in Berlin, stellen "Post aus den Orten des Terrors" von 1933 bis 1945 vor oder beschäftigen sich mit japanischer Bedarfspost im 19. Jahrhundert. Die Sammler von Ganzsachen, Aerophilatelie, Astrophilatelie und Thematik bieten einen bunten Strauß an Themen, der von "Teufelchen und großen Dingern" bis hin zu den Opernhäusern der Welt reicht.

"Es ist angerichtet" würde der Fernsehkoch sagen. Hier in Berlin haben die Philatelisten ein mehrgängiges, schmackhaftes Menü vorbereitet. Kommen Sie, schauen Sie, "Genießen Sie mit!" Die Organisatoren und Aussteller freuen sich auf Ihren Besuch.

Obwohl der 31. Mai 2011 als Anmeldeschluss längst verstrichen ist, können alle Interessenten die Info Nr. 1, die wir Ihnen hier als pdf-Datei zum Download zur Verfügung stellen, nochmals einsehen. Von besonderem Interesse dürften dabei die beiden Sonderstempel und das Beleg-Programm sein. Klicken Sie sich einfach ein!

Öffnungszeiten der Internationalen Briefmarken-Messe Berlin und der BEROLINA 2011:
 
Samstag, 8. Oktober 2011, von 09.30 bis 17.00 Uhr und Sonntag, 9. Oktober 2011, von 09.30 bis 15.00 Uhr.

Franz-Josef Pütz

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Was uns bewegt

...eine beziehungsreichere Inschrift fällt einem ja kaum ein, als jene, die die neue 10-Euro Silbergedenkmünze "125 Jahre Automobil" auf dem Rand trägt. Am 9. Juni stellte Hartmut Koschyk, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen das seit dem 5. Mai bei der Post erhältliche Sonderpostwertzeichen und die neue Gedenkmünze vor.
Der Verband der Automobilindustrie hatte nach Berlin zur feierlichen Präsentation geladen, um daran zu erinnern, dass vor 125 Jahren in Deutschland das Auto erfunden wurde und mit seiner neuen Dimension des Überwindens von Zeit und Raum Geschichte gemacht hat. Heute ist schließlich jeder siebte Arbeitsplatz in unserem Land direkt oder indirekt mit der Automobilindustrie verbunden. Der Präsident des Verbandes, Matthias Wissmann schlug die Brücke vom dreirädrigen Motorwagen von Carl Benz zur Gegenwart, in der die Automobilindustrie wesentlich dazu beigetragen hatte, dass Deutschland so gut und gestärkt die Wirtschaftskrise bewältigt hat. Und Staatssekretär Koschyk betonte, dass dazu die klugen Rahmenbedingungen "dieser und der Vorgängerregierung" beigetragen hätten.

Ehrung Sondermarke
Die Philatelisten unter den Albenempfängern mit PSt Koschyk (v.l.): Armin Hölzer (Händlerverband - APHV), Frank Walter (LV Berlin), Peter Girlich (LV Sachsen), – und nicht im Bild: Dr. Klaus-Dieter Schult (LV Brandenburg)

Foto: Bernhard Tiedt (Berlin)

Ministerkarte, signiert von VDA-Präsident Wissmann

Vertreter des Verbandes der Automobilindustrie, der Zulieferverbände und der Politik erhielten anschließend Alben mit den Erstdrucken des Sonderpostwertzeichens und der Münze, die erstmals in einer Spiegelglanzversion und dem eingeprägten Hinweis auf den Silbergehalt erschienen war. Die zahlreich geladenen Philatelisten waren vom Staatssekretär besonders begrüßt worden. Einige ihrer Vertreter wurden neben vielen Bundestagsabgeordneten ebenfalls mit dem weißen Album und der Münze geehrt.

Frank Walter (AIJP)

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INFLA-BERLIN

Der Höhepunkt des philatelistischen Jahres von „INFLA-Berlin, Verein der Deutschlandsammler“ ist die jährliche Hauptversammlung und die dabei vorgesehene Verleihung der Kobold-Medaille. Diese Medaille erinnert seit 1954 an Gustav Kobold (1885 – 1945), den Mitbegründer von INFLA-Berlin und langjährigen Leiter der Infla-Prüfstelle.

In das Museum für Kommunikation Berlin, dem ehemaligen Postmuseum Heinrich von Stephans, hatte INFLA-Berlin in diesem Mai seine Mitglieder wieder in die Gründungsstadt des renommierten Vereins gerufen. Viele sind nach Berlin gekommen. Im Bericht des Ersten Vorsitzenden Josef Bauer standen die INFLA-Berichte und die Neuerscheinungen der INFLA-Bücherei im Vordergrund, Produkte der emsigen Forschungsarbeit aus dem Mitgliederbereich, zu dem eine Vielzahl von Forschern und Prüfern (BBP) gehören. Das eben erschienene Buch über die „Gelegenheitsstempel der Deutschen Reichpost 1916 bis 1923“ von Hans-Joachim Filbrandt und die unmittelbar bevorstehende Veröffentlichung des 1. Bandes einer neuen Reihe des Nestors von INFLA, Günter Bechthold zu den Germania-Marken Michel 140-157 wurden beworben. Mit der Übernahme der Druckkosten durch die vereinsnahe Gotwin-Zenker-Stiftung ist INFLA-Berlin in der Lage, die Kosten für derartige und unverzichtbare Fachliteratur in erschwinglicher Größenordnung zu halten.

Auszeichnung

Paul-Jürgen Hueske (Mitte), Empfänger der Kobold-Medaille 2010,
mit INFLA-Vorsitzenden Josef Bauer (li) und Hartmut Winkler (re)
Foto: Frank Walter

Das Kapitel der Kobold-Medaille hat zum Abschluß der Hauptversammlung mit dem Empfänger der Medaille 2010 in diesem Jahr das aktive INFLA-Mitglied Paul-Jürgen Hueske ausgezeichnet. In seiner Laudation hob Hartmut Winkler die seit Jahrzehnten grossen Raum einnehmenden Forschungsergebnisse und Veröffentlichungen hervor, mit denen Hueske die Auszeichnung „mehr als verdient“ habe.

Frank Walter (VBPhV)

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Philatelisten-Club Berlin-Mitte ausgezeichnet

(wp) Im Rahmen des Palmarès der Europäischen Meisterschaften der Thematischen Philatelie in Essen zeichneten Jørgen Jørgensen, FEPA Präsident, und Giancarlo Morolli, FEPA Direktor, den Philatelisten-Club Berlin-Mitte mit dem FEPA Certificate of Appreciation aus. Da kein Vereinsvertreter in Essen anwesend war, konnte das BDPh-Vorstandsmitglied Herbert Kroog diesen Preis in Vertretung in Empfang nehmen.

Der FEPA Certificate of Appreciation wird Philatelievereinen und -clubs verliehen, die außerordentliche Aktivitäten zum Wohle und zur Weiterentwicklung der Philatelie auf regionaler oder lokaler Ebene entwickeln.

Die Begründung zur Verleihung lautet: The Club is only 20 years old - but it is one of the most active and of the most important philatelic clubs in Germany, as it deals with the philately of the German Democratic Republic, that represents an important and mysterious part of the German philatelic history.

FEPA award Auszeichnung
Das Zertifikat der FEPA Herbert Kroog nimmt die Auszeichnung entgegen

Der Vorstand des Verbandes Berliner Philatelisten-Vereine e.V. gratuliert zu der hervorragenden und einzigartigen Auszeichnung, die die FEPA dem Club verliehen hat. Es sind viele, die zu der verdienten Ehrung beigetragen haben. Der Gruß geht insbesondere an Horst Geyermann, Alfred Peter und Peter Fischer, die zu den Machern der ersten Stunde gehören, und die heute immer weiter mit unverzichtbaren Beiträgen den Club und die Philatelie in Berlin bereichern.

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Gemeinsames Seminar in Glienicke

Eigentlich war das Wetter auch in diesem Jahr wieder viel zu schön, um den Tag bei einem Seminar zu verbringen. Dennoch: Das Interesse der Sammlerinnen und Sammler aus  Brandenburg und Berlin am Frühjahrsseminar in Glienicke bleibt ungebrochen hoch, und so waren es auch 2011 wieder rund 50 Philatelisten, die sich im "Jagdschloss" einfanden, um sich über die Post der "Militärmission Türkei" (vorgetragen von Herrn Rolf Haspel) und die "Marine-Schiffspost" (vorgetragen von Herrn Reinhard Dotzauer) zu informieren.

Referenten Diskussionsrunde Sfr. Süss
Zuhörer Die Brandenburger Teilnehmer Herr Dotzauer
Belegstudium Eindrücke vom Seminar
in Glienicke 2011
(Fotos: K. Schult)
Herr Haspel

Wie immer stand die unmittelbare Beschäftigung mit postalischen Zeugnissen im Zentrum des Seminars, zahlreiche Belege boten ausreichend Stoff zur Diskussion und Bewertung. Drei Ein-Rahmen-Exponate zu den deutschen Auslandspostämtern, zur Verfügung gestellt von Sammlerfreund K. Fischer, ergänzten das reichhaltige Anschauungsmaterial der Referenten in hervorragender Weise und wurden mit Interesse zur Kenntnis genommen.

Wie immer war eine hervorragende Versorgung durch die Bildungseinrichtung ein wesentlicher Garant für die erfolgreiche Durchführung des Seminars und die positive Stimmung, mit der sich die Sammlerfreunde am späten Nachmittag auf den Heimweg machten. (kds) 

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Kosmonaut eröffnete Ausstellung für Juri Gagarin

„50 Jahre bemannter Raumflug“, mit einer bemerkenswerten Ausstellung erinnert das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur im Herzen Berlins an den legendären Weltraumflug von Juri Gagarin vor 50 Jahren. Von Weltraumanzügen bis zum vakuumverpackten Weltraumbrot wird mit einer Vielzahl von Exponaten das offizielle „Jahr der russischen Raumfahrt 2011“gefeiert. Der Berliner Verein der Briefmarkenfreunde Russland/UdSSR leistete in diesem Rahmen einen bemerkenswerten Beitrag mit Exponaten aus Philatelie und Zeitgeschichte: In über 30 Rahmen kann man mit einem Mix aus Extrablättern von 1961, Fotos, Autogrammkarten und philatelistischen Dokumenten Einblick in die Geschichte und Faszination der Raumfahrt nehmen.

Ausstellung Gagarin

Avdejev in der Ausstellung (Foto: Dr. Ulrich Unger)

Vor der Büste Gagarins: Avdejev und der Raumfahrtsammler Bernhard Tiedt,
der den philatelistischen Beitrag konzipiert hatte. (Foto: Dr. Ulrich Unger)


Beleg

Plus-Brief mit Signatur Avdejev

Nachdem der Fliegerkosmonaut Sergej Vassiljewitsch Avdejev gemeinsam mit dem russischen Botschafter Valdimir M. Grinin die Ausstellung eröffnet hatte, konnte er einen eigens seiner persönlichen Geschichte gewidmeten Rahmen bewundern. Dreimal war Avdejev zur Raumstation MIR geflogen, mit 748 Tagen hat der heute 55jährige Kosmonaut über zwei Jahre seines Lebens im Weltraum verbracht; einmal gemeinsam mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter, einem Freund, von dem er gerne berichtete.

Die Ausstellung in der Friedrichstraße 176 ist noch bis zum 30. April täglich (ausser Montags) ab 13:00 Uhr geöffnet.

Frank Walter (AIJP)

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Finanzminister setzt auf Komisches

Bei der Übergabe der diesjährigen Wohlfahrtsbriefmarken an den Bundespräsidenten erinnerte Bundesfinanzminister Dr. Schäuble an den deutschlandweit bekannten Disput der Eheleute am Frühstückstisch: „Ich hätte aber gern ein weiches Ei und nicht ein zufällig weiches Ei!“. Ein Sketch aus alltäglicher Situation, in seinem Humor für alle greifbar, nun soll er wie auch der sprechende Hund, die Herren Müller-Lüdenscheid und Dr. Klöbner mit der Ente in der Badewanne und der inzwischen zum Kult erhobene Ausruf auf der Rennbahn „Ja, wo laufen sie denn?“ zum höchstmöglichen Umsatz beim Verkauf der Wohlfahrtsmarken beitragen. Und doch: das Frühstücksei würde hoffentlich nicht von den Verbrauchern als aktueller Hinweis auf die derzeitige Dioxin-Belastung von Eiern bezogen werden, hatte doch der Duft der Obstmotive im vergangenen Jahr zunächst wissenschaftlicher Absolution bedurft, sie seien nicht gesundheitsbelastend, bevor sie in den Verkauf gingen. Nein, die heutigen Marken sollten zweifach Freude auslösen: Freude bei den Empfängern der damit frankierten Post und Freude bei den Menschen, denen mit den zuschlagsfinanzierten sozialen Projekten der Wohlfahrtsverbände geholfen werden könnte.

Bundespräsident Wulff betonte in seiner Ansprache, dass die Nachfrage wegen der sinkenden Zahl der Sammler zurückgegangen sei und deshalb nun die Bürger im Lande verstärkt die Marken zur Frankatur ihrer Post verwenden sollten! Das können wir als Sammler natürlich nur mit dem so umwerfend deutlichen Zitat des Vicco von Bülow, den wir alle als Loriot kennen, kommentieren: „Ach was?“. Ist es doch seit jeher Sorge der Philatelisten, dass nur sie es sind, auf denen die Zusatzsteuer der Zuschlagsmarken lastet. Ob die Mahnung von Dr. Schäuble an die Post hilft, ihrerseits „am Verkaufstresen noch aktiver für die Marken mit dem Plus zu werben“? Ziel sei es jedenfalls, den 14 Millionen-Plus-Erlös des Vorjahres zu übertreffen.

Briefmarkenübergabe Gespräch

Bundesfinanzminister Schäuble bei seiner Ansprache

Theodor-Herbert Kroog (Bundesvorstandsmitglied des BDPh) im Gespräch mit Bundespräsident Wulff 
Lorio

Briefmarke „Frühstücksei“

(beide Fotos: Frank Walter)

Mit der Übergabe der Alben mit den Erstdrucken an den Bundespräsidenten, die Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände Freifrau Schenck zu Schweinsberg, die beiden Loriot-Töchter und den Grafiker Prof. Schmitz endete ein schöner Mittagstermin im Schloss Bellevue in Berlin. Wir wünschen den Marken, versehen mit Schärfe und Tiefgang und doch immer liebevoll gezeichneten Bildern aus der Mitte der Gesellschaft, einen guten Erfolg im Jahr 2011 zugunsten sozialer Projekte im Lande. 

Frank Walter (Berlin)

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Freistempel "75 Jahre Tag der Briefmarke"

Der Verband Berliner Philatelisten-Vereine e. V. und die Forschungsgemeinschaft "Tag der Briefmarke" im BDPh setzen im kommenden Jahr gemeinsam einen Absenderfreistempel ein, mit dem der seit 75 Jahren in Deutschland gefeierte "Tag der Briefmarke" gewürdigt werden soll. Erster Einsatztag des Stempels wird der 7. Januar 2011 sein. Der Stempelabdruck zeigt den vor 75 Jahren verwendeten Werbeeinsatz zusammen mit einem Hinweis auf das Jubiläum.

TdB 75 Jahre

Interessenten haben die Möglichkeit im Laufe des kommenden Jahres (der Stempel wird bis 31.12.11 zur Verfügung stehen) eigene Belege über die Geschäftstelle des Berliner Verbandes zu verschicken. Neben den Portokosten fallen pro Beleg 25 Cent Bearbeitungsgebühr an.

Blankoumschläge (40 Cent zzgl. Porto) sind bei Heinz Reibholz (Mail: leephila@gmx.de erhältlich.

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