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Wahre Werte: Wohlfahrtsmarken

Die Präsentation der diesjährigen Wohlfahrtsmarken brachte eine seltene Überraschung: Die TV-Nachrichten mehrerer Sender brachten Bilder von der Präsentation der Wohlfahrtsmarken im Schloss Bellevue! Das kommt selten vor, sind das doch Beiträge, die sonst meist unter den Tisch fallen oder allenfalls von den Regionalsendern einen Platz eingeräumt bekommen. In diesem Jahr zeigte bereits die starke Medienbeteiligung aber deutlich den Schwerpunkt des Medieninteresses: Man war deutlich auf den Hausherrn, Bundespräsident Christian Wulff fokussiert, wohl in der Hoffnung, Neues zu den derzeit drängenden Fragestellungen an den Präsidenten zu erfahren, was aber eher nicht der Fall war. Die Marken gaben wohl nur den Rahmen für die Berichterstattung, aber dadurch kamen sie endlich auch einmal in die Nachrichten!

Wahre Werte“ bieten die (diesmal nur) drei Werte, „Edelsteine, denen Farbe, Reinheit, Schliff, Glanz, Gewicht und Seltenheit grenzenlose und weltweite Wertschätzung verleihen“, so die Erklärung des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesfinanzminister, Hartmut Koschyk, gegenüber dem Bundespräsidenten als Schirmherrn. Drei Edelsteinschleifer boten dann auch unmittelbar einen Einblick in ihre verantwortungsvolle Arbeit und präsentierten bezaubernde Ergebnisse.

Edelsteinschleifer beim Präsidenten Autogramme
Bundespräsident Wolff und Staatssekretär Koschyk (r.) in Würdigung der Edelsteinschleifarbeit Autogrammstunde beim Bundespräsidenten: Hans-Joachim Deichert und Frau Friederike vom Briefmarkenverein Cham
Fotos: Frank Walter

Koschyk betonte die ausgezeichneten Entwürfe der Grafikerin Julia Warbanow, der es zusammen mit der Druckerei Enschedé gelungen sei, den Marken einen besonderen, die Wirkung betonenden Glanz zu verleihen. Gemeinsam mit Oberkirchenrat Stockmeyer, dem Präsidenten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege würdigte Koschyk das Engagement der ehrenamtlichen Verkäufer der „Marken mit dem Plus“, fließe doch der Zuschlagserlös unmittelbar in die soziale Arbeit der Verbände ein.

Präsident Stockmeyer dankte vor allem auch den Philatelisten, die den größten Anteil unter den Käufern der Zuschlagsmarken stellen. Interessant war sein Vorschlag, Juweliere und andere Firmen der Edelstein- und Schmuckbranche sollten doch möglichst ebenfalls diese Marken kaufen und für ihre Geschäftspost nutzen. Als Vertreter der Philatelie waren Dr. Eckart Bergmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates des BDPh, Bundesvorstandmitglied Theodor-Herbert Kroog und Frank Walter als Vorsitzender des Berliner Verbandes sowie der Präsident des Händlerverbandes Arnim Hölzer der Einladung gefolgt. Und zu unserer Freude trafen wir den Vorsitzenden des „Vereins der Briefmarkenfreunde Cham und Umgebung e.V.“, Hans-Joachim Deichert, der gemeinsam mit seiner Frau Friederike für ihr ehrenamtliches Engagement als Markenverkäufer für das Rote Kreuz nach Berlin gebeten worden waren.

Frank Walter (AIJP)

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